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Keyword-Recherche für Immobilienmakler: Schritt für Schritt

7 Min. Lesezeit · Häuserhelden Studios

Immobilienmakler erstellt eine Keyword-Liste mit lokalen Suchbegriffen am Schreibtisch

Gute Inhalte beginnen mit den richtigen Suchbegriffen. So finden Makler systematisch die Keywords, nach denen ihre künftigen Kunden tatsächlich suchen.

Was Keyword-Recherche für Makler bedeutet

Keyword-Recherche ist der Prozess, herauszufinden, mit welchen Begriffen Ihre Zielgruppe bei Google sucht, und diese Begriffe nach Nachfrage und Absicht zu ordnen. Für Immobilienmakler geht es nicht um Masse, sondern um die wenigen Suchbegriffe, hinter denen ein konkreter Verkaufs- oder Kaufwunsch steht. Die Recherche ist die Grundlage jeder Website-Seite, jedes Blogartikels und jeder lokalen Landingpage. Ohne sie schreiben Sie an den Suchanfragen Ihrer Kunden vorbei und investieren Zeit in Inhalte, die niemand findet.

Keyword-Cluster nach Suchintention sortiert in einer übersichtlichen Tabelle

Schritt 1: Suchintention verstehen

Hinter jeder Suche steht eine Absicht. Google ordnet Seiten danach, wie gut sie diese Intention treffen (Google Search Central). Vier Typen sind relevant:

  • Transaktional: der Suchende will handeln, etwa "Haus verkaufen Solingen" oder "Immobilienbewertung kostenlos"
  • Kommerziell: er vergleicht vor einer Entscheidung, etwa "bester Makler Düsseldorf" oder "Maklerprovision Höhe"
  • Informativ: er sucht Wissen, etwa "Wie läuft ein Hausverkauf ab"
  • Navigational: er sucht ein ganz bestimmtes Unternehmen

Für Makler sind transaktionale und kommerzielle Begriffe am wertvollsten, weil dahinter zahlende Kunden stehen, die kurz vor einer Entscheidung sind. Informative Begriffe füllen den Blog und bauen Vertrauen für den späteren Auftrag auf. Beide Typen gehören in Ihre Strategie, aber mit unterschiedlichem Ziel.

Schritt 2: Seed-Keywords sammeln

Starten Sie mit Ihren Kernleistungen und Orten. Das sind Ihre Seed-Keywords: "Immobilienmakler", "Haus verkaufen", "Wohnung verkaufen", "Immobilienbewertung", jeweils kombiniert mit Ihrem Einzugsgebiet. Notieren Sie auch, welche Fragen Kunden Ihnen am Telefon oder im Erstgespräch stellen. Diese Alltagsfragen sind oft die besten informativen Keywords, weil sie in genau der Sprache formuliert sind, die auch andere Suchende verwenden. Ein Notizzettel am Telefon über zwei Wochen liefert hier mehr als jedes Tool.

Schritt 3: Liste erweitern und Volumen prüfen

Erweitern Sie Ihre Seeds mit Werkzeugen und einfachen Methoden. Die Autovervollständigung von Google und der Block "Ähnliche Fragen" liefern echte Suchvarianten kostenlos, direkt aus den Daten echter Nutzer. Für Suchvolumen und Wettbewerb helfen spezialisierte Tools, deren Methodik etwa im Ahrefs Blog und im Moz Blog ausführlich erklärt wird.

Achten Sie als lokaler Makler nicht nur auf das absolute Volumen. "Haus verkaufen" hat hohes Volumen, ist aber bundesweit hart umkämpft und kaum erreichbar. "Haus verkaufen Hilden" hat weniger Suchen, aber genau Ihre Zielregion und deutlich realistischere Ranking-Chancen. Solche lokalen Long-Tail-Keywords sind für Makler oft die ergiebigsten, weil sie weniger Wettbewerb und eine höhere Abschlusswahrscheinlichkeit verbinden. Lieber auf Platz eins für einen mittelgroßen lokalen Begriff als auf Seite drei für einen Allgemeinbegriff.

Schritt 4: Nach Themen clustern

Sortieren Sie die gesammelten Begriffe in Cluster, also Gruppen von Suchbegriffen, die dasselbe Bedürfnis abdecken. "Wohnung verkaufen Düsseldorf", "Eigentumswohnung verkaufen Düsseldorf" und "Wohnung verkaufen Düsseldorf Provision" gehören in einen Cluster und auf eine gemeinsame Seite. So vermeiden Sie, dass mehrere eigene Seiten um dasselbe Keyword konkurrieren und sich gegenseitig schwächen.

Jeder Cluster wird später eine eigene Seite oder ein eigener Artikel mit klarer, einheitlicher Suchintention. Das hält Ihre Website strukturiert, für Besucher übersichtlich und für Google eindeutig zuordenbar. Ein sauberes Cluster-Bild ist zugleich Ihr Redaktionsplan für die kommenden Monate.

Schritt 5: In Seiten übersetzen

Ordnen Sie jedem Cluster ein Seitenformat zu. Transaktionale Cluster werden Leistungs- oder Stadtseiten mit klarer Handlungsaufforderung, etwa einer Terminbuchung oder einem Bewertungsformular. Informative Cluster werden Ratgeberartikel im Blog. Das Haupt-Keyword gehört in den Seitentitel, die Hauptüberschrift und die Meta-Beschreibung, eingebettet in natürlichen Text. Vermeiden Sie Keyword-Stuffing; Google bewertet die Sprachqualität, nicht die Wortdichte. Schreiben Sie für den Leser, dann passt auch das Keyword von selbst an die richtigen Stellen.

Ein praktisches Beispiel aus dem Makler-Alltag

Angenommen, Sie arbeiten in und um Neuss. Aus Schritt zwei ergeben sich die Seeds "Haus verkaufen Neuss", "Wohnung verkaufen Neuss" und "Immobilienbewertung Neuss". Die Autovervollständigung ergänzt Varianten wie "Haus verkaufen Neuss ohne Makler", "Haus verkaufen Neuss Provision" und "Immobilienpreise Neuss". Aus den Telefonnotizen kommt die häufige Frage "Wie lange dauert ein Hausverkauf" hinzu.

Sie clustern das nun: Alles rund um den Verkauf in Neuss bündelt sich auf einer transaktionalen Stadtseite mit Bewertungsformular. "Immobilienpreise Neuss" wird ein eigener Marktbericht, weil dahinter ein anderes Bedürfnis steht, nämlich Orientierung statt Auftrag. "Wie lange dauert ein Hausverkauf" wird ein Ratgeberartikel, der Vertrauen aufbaut und intern auf die Verkaufs-Stadtseite verlinkt. Aus einer ungeordneten Begriffsliste entstehen so drei klar abgegrenzte Seiten mit jeweils eigener Aufgabe.

Interne Verlinkung nicht vergessen

Sobald Ihre Cluster stehen, verbinden Sie die Seiten sinnvoll. Der Ratgeberartikel verlinkt auf die passende Leistungsseite, der Marktbericht auf das Bewertungsangebot. Diese internen Links führen den Leser auf dem natürlichen Weg vom Informieren zum Handeln und helfen Google zugleich, die Beziehung Ihrer Seiten zu verstehen. Eine gut vernetzte Themenwelt rankt stabiler als einzelne, isolierte Seiten.

Häufige Fragen

Wie viele Keywords brauche ich pro Seite?

Eine Seite zielt auf ein Haupt-Keyword plus dessen nahe Varianten aus demselben Cluster. Mehrere unzusammenhängende Hauptbegriffe auf eine Seite zu pressen, schwächt die Relevanz und verwirrt sowohl Google als auch den Leser.

Brauche ich kostenpflichtige Tools?

Für den Einstieg nicht zwingend. Google-Autovervollständigung, der Block "Ähnliche Fragen" und Ihre eigenen Kundengespräche liefern bereits viel Material. Bezahlte Tools liefern präzises Suchvolumen und beschleunigen die Arbeit deutlich, sind aber kein Muss, um zu starten.

Wie oft sollte ich die Recherche wiederholen?

Ein bis zwei Mal pro Jahr und immer dann, wenn Sie ein neues Gebiet erschließen oder eine neue Leistung anbieten. Suchverhalten und Marktlage ändern sich, neue Begriffe kommen hinzu, und alte verlieren an Bedeutung.

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